Der Sommerfloh


 

Raymonde Chandebise, die Frau von Viktor Emanuel Chandebise, glaubte, dass ihr Ehemann sie betröge. Ein Verdacht, der sich erhärtete, als ein Etablissement namens „Zum galanten Mietzekätzchen“ Hosenträger des Angetrauten in einem Päckchen zurücksendete. Raymonde wollte ihren Mann auf die Probe stellen und drängte ihre Freundin Lucienne, den vermeintlich ungetreuen Gatten mit einem anonymen Liebesbrief zu einem heimlichen Rendezvous zu bitten. Luciennes Lockbrief fiel dummerweise ihrem fürchterlich eifersüchtigen spanischen Gatten in die Hände. Dies war der Beginn einer Intrige, die rasch außer Kontrolle geriet. Sie verwandelte das gesamte Personal in Fallensteller, Jäger, Gejagte und Gehörnte, die wie angestochen zwischen der Stadtvilla und dem benachbarten Etablissement hin und her zischten.

Flohsommernacht

Wenn Pfirsichpopos
Sich in Sekt überschlagen
Und der Teufel legt los
Uns mit Flöhen zu plagen

Sich füllen die Männerbäuche
Tabakblau hängt sich in Sträuche
Mädchen öffnen am Busen das Bändel
Und Grillduft poussiert mit Lavendel

Und ringsum wirklich alles, alles lacht
Dann ist jene seltene Flohnacht
In aller Pracht, entfacht

Es spielen

Marja Hofmann, Anja Hursie, Ines Lacroix, Christof Baselt, Matthias Engel, Eckhard Greiner, Lars Wild, Martin Goldschmidt, Aki Rüther, Beat Lacroix
Regie: Peter Wittig

Premiere: 27. Juni 2009

„Floh im Ohr“ von Georges Feydeau